Gründerzeitviertel - Mönchengladbach

Kategorie: Urban Gardening

Straßengarten an der Alten Gießerei

Der kleine Straßengarten an der Alten Gießerei ist fertig

Wir haben in den vergangenen Wochen die Alte Tanke ein wenig erweitert: Am Parkplatz Sittardstraße, in Sichtweite der Alten Tanke, sind drei kleine Beete entstanden. Teilweise mit gekauften Blumen und Stauden, teilweise mit Blumen und Gräsern, die wir an Straßenzügen ausgepflanzt haben (kein Diebstahl, nur selbstausgesäte Pflanzen). Dank an die Initiative Gründerzeitviertel für die Unterstützung; dazu kamen noch Spenden von Anwohnerinnen und Anwohnern. Wir haben noch ein wenig totes Holz aufgeschichtet, um Rückzugsräume für Insekten und Kleintiere zu schaffen, Nistkästen für Vögel angebracht und wir wollen noch ein Insektenhotel und einen Fledermaus-Kasten anbringen. So ist ein kleiner urbaner Garten entstanden, der euch hoffentlich so viel Spaß macht wie uns. Dazu haben wir auch die Patenschaft für fünf Bäume übernommen, die auf den Beeten stehen und die teilweise durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre arg gelitten haben. Die städtische mags hat uns dabei sehr geholfen und uns mit Rindenmulch und Wassersäcken beliefert.

Die Geschichte des Ortes: Maschinenfabrik & Eisengießerei Alexander Spengler

Der Namen „Garten an der alten Gießerei“ soll ein wenig bewusst machen, was hier früher einmal war: Heute ein Parkplatz, aber früher stand an diesem Ort mal die Maschinenfabrik & Eisengießerei Alexander Spengler, gegründet 1865. Sie war die erste ihrer Art in Mönchengladbach. Teile der alten Maschinenfabrikhalle stehen noch; das Gebäude am Ende des Parkplatzes ist Fragment dieser Zeit und ein letzter Geist dieser Zeit.   

Mehr Straßengärten für das Gründerzeitviertel

Wir denken, dass es mehr solcher Straßengärten in unserem Viertel geben sollte. Sie sehen gut aus, helfen Insekten und Kleintieren und sind gut für die Nachbarschaft, denn Gartenarbeit ist eine ideale Gelegenheit, um zusammen etwas zu machen und ins Gespräch zu kommen. Beim Pflanzen und Wässern, kann man wunderbar über den Klimawandel, das Dies und Das im Viertel und den Scheiß auf der Arbeit reden – tut gut und hilft dem Klima & dem Viertel.  

Besonderer Dank an Kurt, den besten Gartenpiraten des Viertels …

Straßengarten vorherGarten an der Alten Gießerei
Der Straßengarten an der Alten Gießerei – vorher und nachher.
Straßengarten an der Alten Gießerei – Gründerzeitviertel
Wassersäcke

Einweihung: Wassersäcke für durstige Bäume

Heute haben wir die neuen Wassersäcke eingeweiht, die die mags uns angebracht hat. Wir haben für die fünf Bäume, die in den Beeten am Parkplatz Sittardstraße stehen, eine Patenschaft übernommen. Zur Vereinfachung des Gießens hat die mags uns dann die Säcke spendiert, da zudem einige der Bäume arg trocken sind.

Rund 70 Liter fasst so ein Sack; man kann mehrere durch Reißverschlüsse aneinander um den Baum legen. Zwischen 140 und 210 Liter bekommen unsere Bäume. Das heißt: nach dem normalen Wässern füllt man die Säcke mit Wasser auf und das tröpfelt dann in circa zwei Tagen aus dem Sack in den Boden und versickert. So hat der Baum über eine längere Zeit eine stetige Wasserzufuhr.

Dank an die mags! Wer auch die Patenschaft für einen Baum oder einen Grünstreifen in der Stadt übernehmen will, der schreibt an die eMail-Adresse paten@mags.de

Wassersack mit Schlauch
Wassersack mit Schlauch

Blumenraub am Straßenrand

Raubzug am Straßenrand: Beetbesetzer on tour

Wir waren am Wochenende auf einem Raubzug für das zweite Beet am Parkplatz Sittardstraße. Die Ränder der Straßen und diverse Brachflächen der Stadt sind tolle Gärtnereien. Hier finden sich Kornblumen, Wilde Malve, Borretsch, Studentenblume (Tagetes), Rainfarn, Ringelblumen, wilder Dill und Sommerflieder – also Spatengabel, Häkchen und Körbe gepackt und los.

An den Straßenrändern haben sich massenweise bienenfreundliche Blumen, Gräser, Käuter und Sträucher selbstausgesät, die man mit ein wenig Arbeit umpflanzen kann. Eine echter Schatz für alle Gartenbürgerinnen und -bürger der Stadt. Man sollte aber auch bei einer solchen Piratenaktion als Grünstädter vorsichtig sein, denn Straßenränder und Brachflächen sind wichtige ökologische Rückzugsräume geworden (siehe hier). Also: Nicht einfach wild alles zertrampeln, nur um seinen Schatz zu bergen; darauf achten, dass man nicht Anpflanzungen von mags, etc. „klaut“, sondern bei den Selbstaussäern bleibt und passt auf den Verkehr auf! Wer ein wenig Rücksicht nimmt, kann tolle Dinge finden. Die Straßenränder sind Schätze – viel Spaß beim Raubzug.     

Ein Raubzug am Straßenrand

Bäume wässern

Bäume wässern – holt die Gießkannen aus dem Keller!

Der Sommer ist heiß und die Meldungen über die Trockenheit finden kein Ende. Es würde den Stadtbäumen im Viertel schon helfen, wenn sie einmal pro Woche am späten Abend mit dem Gartenschlauch gewässert werden. Wir machen das an der Alten Tanke auch: Ist ne schöne Gelegenheit für ein Nachbarschaftstreffen. Ungefähr 30 bis 45 Minuten sollten man den Wurzelbereich wässern. Mit dieser Menge – circa 300 Liter – kommt der Baum, je nach Größe, dann zwei Tage aus.

Wässern hilft und ist nicht teuer

Übrigens: 1.000 Liter Wasser kosten bei der NEW unter 1,70 Euro (mit Abwasser ca. 5,40 Euro). Vielleicht eine Überlegung für die kommenden heißen Sommer: Für die 12 Wochen von Anfang Juni bis Ende August kostet die Wasserhilfe grob gerechnet weniger als 70 Euro, wenn man als Haushalt alleine maximal die volle Zeit wässert. Aber vielleicht finden sich ja Patenschaftsgruppen, dann kann man die Kosten aufteilen. Und die Bäume freuen sich über jeden Liter…. Wer keinen Gartenschlauch zum Baum bekommt, kann bei der mags (das ist der Abfall-, Grün- und Straßenbetrieb der Stadt) auch die Patenschaft für einen Baum übernehmen und einen Wassersack beantragen. Infos und Anfragen an: paten@mags.de (Wird nicht so schnell gehen, vielleicht was für den nächsten Sommer).

Patenschaft übernehmen oder Bäume spenden

Wer will, kann auch Spenderinnen und Spender für einen Baum werden: Man kann sich einen Stadtteil für den Spendenbaum bei der mags wünschen – schaut mal hier. Die mags sucht die geeignete Baumart und den passenden Standort aus.

Es gibt regelmäßige Pflanzaktionen der Spendenbäume, jeder Spendenbaum ist auf einer digitalen Karte zu finden. Zudem bekommen die Spenderinnen und Spender von der mags eine Urkunde.

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